Kleines Honig ABC

Kleines Honig ABC

Den Rohstoff für den Honig sammeln die Bienen von den verschiedensten Pflanzen in der Natur: von den Blüten den Nektar und von Bäumen und Sträuchern den Honigtau. Sammelbienen bringen Nektar und Honigtau in das Bienenvolk, dort werden diese Zuckerlösungen von den Jungbienen eingedickt und mit Hilfe ihrer Körperdrüsen mit Fermenten, Inhibinen und Säuren angereichert und so haltbar gemacht.free_147529

Je nach Herkunft des Nektars schwankt der Honig sehr im Aussehen, Geschmack und Geruch. Stammt der überwiegende Teil des Nektars von Blüten, ist der Honig goldgelb oder weißgelb bis leicht braun, und man spricht von Blütenhonig.
Wurde von Nadel- oder Laubgehölzen Honigtau eingetragen, so ist der Honig braun bis dunkelbraun, man spricht dann von Waldhonig.
Besonders in den Gebirgsgegenden, in denen Wald und Wiese nahe nebeneinander liegen, bilden sich von Natur aus Blüten- und Wald-Mischhonige. Gerade diese zeichnen sich durch ein überaus angenehmes Bouquet an Geschmack und Geruch aus.
Honig ist also ein Naturprodukt und ein hochqualifiziertes Lebensmittel.

Blütenhonig
Beim Eintragen von Nektar aus Wiesenblumen, Obstbäumen, Gemüse- und sonstigen Kulturpflanzen, aber auch von blühenden Bäumen und Sträuchern nimmt die Biene auch Blütenpollen mit, die aus hochwertigem Eiweiß bestehen und mischt Pollenkörner in den Nektar, sodass daraus ein wertvolles Nahrungsmittel entsteht.
Betrachtet man den Honig unter dem Mikroskop, so sind von manchen Blüten viele Pollen vorhanden, der Laborant spricht von Leitpollen. Sind andere Pollen nur in geringem Ausmaß vorhanden, so nennt man diese Begleitpollen.
Die Pollenkörner verleihen dem Honig oft den typischen Geschmack und Geruch, wonach verschiedene Honigsorten unterschieden werden: Obstblütenhonig,

  • Löwenzahnhonighoney
  • Rapshonig
  • Wiesenblütenhonig
  • Kleehonig
  • Himbeerhonig
  • Alpenrosenhonig
  • Hochgebirgshonig
  • Edelkastanienhonig
  • Lindenblütenhonig

Waldhonig

Von den Bienen wird der Honigtau an Nadel-und Blattgehölzen gesammelt, und es entsteht ein brauner, von Fichten ein rötlichbrauner, von Tannen oft ein grünlich schimmernder, der durch seinen hohen Anteil an Malzzucker oft längere Zeit nicht kandiert. Auch beim Waldhonig unterscheiden wir je nach Herkunft des Honigtaues und je nach Geschmack verschiedene Honigsorten: Tannenhonig, Fichtenhonig, Eichenhonig.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Waldhonig und Blütenhonige unterscheiden sich sehr stark in ihrem Mineralstoffgehalt. Das merkt man sofort am spezifischen Gewicht des Honigs. Dunkle Honige sind immer schwerer als helle, sie enthalten mehr Mineralstoffe. Der Blütenhonig enthält nach einer Tabelle von Lendrich mehr Natrium, Kalzium und Magnesium, während der Waldhonig mehr Kalium aufweist. Mineralstoffe, die der Mensch fast täglich in Grammmengen benötigt, wie Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Chloride und Phosphate, finden wir alle im Honig.
Aber auch die sogenannten Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan, Kobalt, Jod, Fluor, Chrom, Silicium, Zink sind im Honig vorhanden.

Vitamine
Da Honig wenig Fett enthält, sind auch die fettlöslichen Vitamine kaum vorhanden. Wohl findet man die wasserlöslichen Vitamine C, B1, B2, B6 in geringen Mengen, man kann jedoch den Honig nicht als Vitaminquelle bezeichnen.
Allerdings wirken Vitamine in Verbindung mit Spurenelementen oft besonders wertvoll.

Was ist bei der Lagerung von Honig zu beachten?

Honig soll in geschlossenen Gefäßen, trocken, bei annähernd gleichbleibender kühler Temperatur, dunkel in einem geruchsfreien Raum gelagert werden. Honig zieht Luftfeuchtigkeit und Gerüche an und verdirbt dabei.
Gut bewährt hat sich auch die Lagerung in einer Tiefkühltruhe, dadurch bleibt der Honig über lange Zeit flüssig. Bei dieser Lagerung bleiben die wertvollen Wirkstoffe im Honig über mehrere Jahre erhalten.

 

 

 

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