Einkaufsfallen umgehen

Ein Wirtschaftszweig, dessen Kreativität fast ebenso unermesslich zu sein scheint wie das Fassungsvermögen unserer Fettzellen, ist die Lebensmittelindustrie. Keine Krise kann ihr etwas anhaben. Schließlich sind wir es, die die Tütensuppen, Joghurtmischungen, Süßigkeiten und Fertiggerichte kaufen. Besonders im Trend sind Light- und Wellness-Produkte. Das Problem: Sie sind selten wirklich light und tun der Figur damit letztlich auch nichts Gutes.

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Glücklicherweise kann jeder von uns selbst entscheiden, was er für sich und seine Familie kauft und wovon er dann doch lieber Abstand halten möchte. Gewöhnen Sie sich deshalb an, beim Einkaufen die Inhaltstoffe von industriell behandelten Lebensmitteln auf den Packungen gründlich zu prüfen. Da stecken zum Teil jede Menge Salz, Zucker, Öl und diverse Zusatzstoffe in Konserven, Gläsern und TK-Produkten. Manche Dosentomaten enthalten zum Beispiel Zucker, andere nicht. Hinschauen lohnt sich auf jeden Fall.

So werden Sie nicht von anderen ausgetrickst, sondern haben selber in der Hand, was bei Ihnen auf den Tisch kommt und was nicht.

Schnell Selbst Gemacht oder Fix und Fertig?

Das Angebot an Fertigprodukten ist beachtlich: Es gibt alles und noch viel mehr und das Tolle daran: Man braucht noch nicht einmal mehr einen Herd zum Kochen und Backen – eine Mikrowelle tut es völlig -, geschweige denn Hilfsmittel wie eine Salatschleuder oder gar ein Gemüsemesser. Denn es gibt den Schnittsalat aus der Tüte, die Pilzsuppe als Pulver, das Putengeschnetzeltes mit Reis in der Aluschale. Wo Zeit, Lust oder einfach das Wissen um gesunde Ernährung fehlen, können wir uns auf sogenannte Convenience-Produkte verlassen. Diese Fertigmahlzeiten machen immerhin zwei Drittel unserer Lebensmittel aus, Tendenz steigend. Sie sind schön praktisch, und die ganze Küchenarbeit wird einem bereits mit dem Einkauf abgenommen.ready food
Nun sind Fertigprodukte durchaus unterschiedlich  hinsichtlich ihrer Qualität. Trotzdem gilt  als Faustregel: Je stärker verarbeitet das Lebensmittel ist, desto mehr Zusatz-und Aromastoffe stecken drin. Zudem enthalten Convenience-Produkte in aller Regel Fett und Kohlenhydrate.
Zusatzstoffe sind: Antioxidationsmittel, Emulgatoren, Farbstoffe, Feuchthaltemittel und Geliermittel, Geschmackverstärker, Konservierungsstoffe, Säuerungsmittel, Süßungsmittel

Selbst Kochen macht Spaß

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Geschmackserlebnisse prägen uns: Kinder, die größtenteils mit Fertigprodukten groß werden, können dem Geschmack von frischen Produkten oft nichts mehr abgewinnen. Deshalb lohnt es sich, schon die Kleinen in der Küche mithelfen zu lassen. Das kann viel Spaß machen und sie lernen, dass Ernährung ein ganz eigenes Vergnügen sein kann und nicht nur ein „Normgeschmack-Erlebnis“ aus der Tüte oder Folie. Zudem: Wenn Sie das Kochen nur Lebensmittelherstellern überlassen, haben Sie kaum mehr Einfluss darauf, wie viel Fett und Zucker Sie gleichzeitig zu sich nehmen. Und die sind in Fertiggerichten oft überreichlich vorhanden. So viele Lieblingsgerichte lassen sich außerdem mit nur ein paar Handgriffen selbst zubereiten – und das ganz ohne die Zucker – Fett- Kombination!

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