Die fünf Emotionen

Die fünf Elemente

Die chinesische Medizin unterscheidet gemäß den fünf Elementen fünf innere Ursachen für ein Ungleichgewicht des Qi in unserem Körper. Diese fünf Ursachen werden die fünf Emotionen oder Leidenschaften genannt. Noch einprägsamer ist die Bezeichnung fünf Dämonen oder Drachen.

Diese sind: Zorn, Freude, Kummer, Grübeln und Traueremotions

Bei all diesen Gefühlzuständen handelt es sich nicht zwingend um etwas Negatives. Zorn und Trauer sind ganz natürliche Reaktionen auf bestimmte Lebenssituationen. Auch hat jeder von uns einmal Kummer und grübelt über sein Leben nach. Und was bitte schön, soll an Freude krank machen?

An dieser Stelle ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass mit den fünf Leidenschaften keine herkömmlichen Gefühle gemeint sind. Gefühle kommen und gehen wie Vögel.

Wenn sich Gefühle in unserem Leben einnisten, beginnen sie uns zu beherrschen. Wir haben keine Kontrolle mehr über sie, sie aber über uns. Wenn der Zorn nicht verraucht, die Trauer von uns Besitz ergreift und das Grübeln zum Zwang wird, werden aus Gefühlen Dämonen. Auch übertriebene Freude gehört dazu.

Kennen auch Sie Menschen, die scheinbar nicht in der Lage sind, sich einfach mal zu ärgern? Die ihre Umwelt mit ihrem Zwangsoptimismus überschütten? Die alles „super“ finden und immer ausgelassen, heiter und lustig sind? Dann wissen Sie etwa, was mit dem Dämon der Freude gemeint ist.

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Die fünf Leidenschaften und ihre Entsprechungen

Jede der fünf Leidenschaften wird einer der fünf Organfunktionen zugeordnet sowie einem Element. Sie entsprechen einer übertriebenen Ausdrucksform dieses Elements und schaden so dem entsprechenden Organ. Auf diese Weise bringen sie das innere Gleichgewicht der Kräfte durcheinander und beeinträchtigen unsere Gesundheit.

Übermäßiger Zorn ist eine Entsprechung von Holz und schadet den Funktionen der Leber.

Übertriebene Freude bringt das Qi des Herzens aus der Balance und entspricht Feuer.

Wer sich zu viele Sorgen macht, schadet der Milz. Es handelt sich um eine Übertreibung des Elements Erde.

Nicht enden wollende Trauer entspricht dem Element Metall und schadet dem Qi der Lunge.

Übertriebene Angst ist eine Wasserentsprechung und schadet der Niere.

Der richtige Umgang mit Dämonen

Machen Sie bewusst, dass den fünf Leidenschaften die gleiche Kraft zugrunde liegt, die auch unser Leben aufrechterhält – nur dass sie aus dem Gleichgewicht geraten ist. Heilung bedeutet also nicht, diese Gefühle künftig zu unterdrücken, weil wir damit den Fluss des Qi als solchen unterdrücken würden. Vielmehr geht es darum, die Kraft, die hinter diesen Leidenschaften steckt, als Fähigkeit zu erkennen und in gemäßigte Bahnen zu lenken – ähnlich wie wir im Feng Shui Sha Qi in Sheng Qi umwandeln, indem wir seinen Fluss lenken.

Die gute Absichtcontrol-emotions

Wie können wir die fünf Dämonen in gute Geister verwandeln? Zunächst gilt es, sich bewusst zu machen, dass hinter allen starken Gefühlen wie Zorn, übertriebener Freude, Grübelei, Trauer und Angst Kräfte stecken und dass diese Emotionen nicht verkehrt oder falsch sind, sondern lediglich Ausdruck ihrer Gegenwart. Das heißt also: Jedesmal wenn wir uns zornig, traurig oder besorgt fühlen, wissen wir zumindest eines – dass wir Kraft in uns haben!

 

 

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